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  Lektion 20
 

Lektion 20:



Mitten in der Nacht ensteht sehr große Unruhe im
Atrium der Göttin Vesta. Mit größter Schnelligkeit wird
folgende Neuigkeit in der ganzen Stadt verkündet: Das
ewige Feuer der Vesta ist erloschen! Der Oberpriester
erkennt, dass diese Angelegenheit die ganze Stadt ins
Verderben stürzen wird, steht  sofort aus seinem Bett
auf unt eilt zum Tempel der Vesta. Ihm folgt eine Men-
schenmenge, nachdem sie durch das Geschrei aus dem
Schlaf gerissen worden ist: Sie wollen die Sache sehen,
denn sie glaubten, dass der priester jenes Vergehen so-
fort mit dem Tode bestrafen wird.

Vor der Tür zum Tempel machte der Priester halt - denn
in der Nacht war es keinem Mann erlaubt, den Tempel
zu betreten - und wartete auf die oberste vestalische 
Jungfrau; die kam sofort und wechsekte einige Worte
mit dem Priester. Sie rief die Jungfrau Aemilia, der die
Bewachung des ewigen Feuers in dieser Nacht über-
tragen worden war. Aemilia kam, ein Schöpfergefäß in ih-
rer rechten Hand haltend, und erzähte. obwohl sie vor 
Tränen kaum sprechen konnte, dem Priester die ganze 
Sache:

" Ich heiße Aemilia. Schon beinahe dreißig jahre lang
übe ich das Amt einer vestalischen jungfrau für das
Wohl der Gemeinschaft aus. Stehts bin ich Vorschrif-

ten gefolgt, welche den vestalischen Jungfrauen aufge-
tragen sind: Von keinem mann bin ich berührt worden,
stets lag mir das Wohl der Bürgerschaft am Herzen. In
der letzten Nacht wurde mir die Bewachung des Feuers
übertragen. Ich habe Aurelia befohlen, die von mir in
die Lehre der vestaischen Jungfrauen eingeführt wird,
nachdem ich sie zu Sorgfalt ermahnt hatte, diese Pficht
zu versehen. Ich sehe nun ein, dass dies ein Fehler ge-
wesen ist; denn als ich zum Herd zurückkehrte, sah ich,
dass Aurelia schief und das Feuer eroschen war".

Der Priester war durch diese Worte sehr beeindruckt,
aber urteilte dennoch ; "Deine Schuld ist schwer. Du
wirst büßen, folge mir!" Aemilia zweifelte an ihre Ret-
tung, trat daher an den heiligen Herd und bat :" Vesta,
Wächterin der Stadt Rom, wenn ich meine Pflicht im-
mer erfüllt habe, dann hilf mir! Lass nicht zu, dass ich
mit dem Tod bestraft werde! Wenn ich aber den Pflich-
ten einer vestalischen Jungfrau nicht nachgekommen
bin, bin ich zum Tode bereit."

nachdem sie diese Worte gesagt hatte, riss sie einen
Teil ihres Gewandes ab und warf es auf den Herd. So-
bald die Menschen dies gesehen hatten, wandten sich
alle Augen dem Herd zu; Dort leuchtete die Flamme
wieder auf. Alle, die anwesend waren, freuten sich über
dieses glückliche Vorzeichen, denn die Göttin zeigte,
dass Aemiia frei von Schuld war. Diese dankte 
freudig der Göttin.
 
 
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